Artist Statement

Malerei und Zeichnung sehe ich als Produktion von physischer Gegenwärtigkeit.

Mit seismografischen Aufzeichnungen minimaler, vom Atem gesteuerten Bewegungen, schaffe ich mentale Landschaften. Diese machen die Fragilität und Verletzbarkeit des Einzelnen, sowie auch die Flüchtigkeit und Entrückung vom Leben erfahrbar.

Vielschichtige Überlagerungen öffnen neue Bildräume. Dabei interessieren mich die oft auch ungeplant entstehenden assoziativen Bezüge zwischen den Ebenen mit den darin verborgenen Erinnerungen.

Mit meinen Bildern suche ich die Entzifferung des nicht Sichtbaren und die Präsenz des Verborgenen.

In der Malerei beschäftige ich mich mit Bildern, die ich in den Tageszeitungen finde. Diese male ich über bereits bestehende, ältere eigene Bilder, welche für mich ihre Gültigkeit verloren haben. Das Übermalen verstehe ich nicht als Negierung, sondern als Weiterentwicklung des Bestehenden. Die verschiedenen, oft über viele Jahre hinweg sich summierenden Bildschichten bleiben durchlässig. Bereits Bestehendes wird mit Neuem verschränkt. Jedes so neu entstehende Bild ist eine weitere Sedimentation dessen, was mich (momentan) beschäftigt.

Texte und Publikationen

CV

  • Geboren und aufgewachsen in Bülach
  • 1989-94: Studium an der Hochschule für Kunst und Gestaltung Luzern, Vorkurs und Fachklasse für Zeichen- und WerklehrInnen, Diplom
  • seit 1992: Unterrichtstätigkeit an der Kantonsschule Wiedikon, Zürich
  • seit 1995: Regelmässige Ausstellungstätigkeit
  • 2015-17: Weiterbildung CAS Arts & Design in Practice / Fine Arts ZHdK, Mentorate Dr. Laura Arici, Prof. Dominique Lämmli und Klodin Erb
  • 2019: Aufnahme in die Künstlergruppe Winterthur

Dokumentation

Dokumentation September 2019